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Burnout oder einfach nur mal wieder Entspannen – 10 Tipps um sich abzulenken

In diesen Tagen scheint es immer mehr in Mode zu kommen, für seinen Job gesundheitliche Schäden in Kauf zu nehmen. In einem meiner letzten Artikel “Soll das alles gewesen sein – Nur Geld und Statussymbole” hatte ich zu diesem Thema eine lebhafte Diskussion. Ich möchte in diesem Artikel 10 persönliche Tipps geben, wie man wieder entspannen und auch sich auf andere Sachen konzentrieren kann.

Aber was ist überhaupt “Burn Out”?

Die hierzu wohl sprechendste Definition habe ich bei Wikipedia gefunden:
“Ein Burnout-Syndrom (engl. (to) burn out: „ausbrennen“) ist ein Zustand ausgesprochener emotionaler Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit, das als Endzustand einer Entwicklungslinie bezeichnet werden kann, die mit idealistischer Begeisterung beginnt und über frustrierende Erlebnisse zu Desillusionierung und Apathie, psychosomatischen Erkrankungen und Depression oder Aggressivität und einer erhöhten Suchtgefährdung führt.[1]
Burnout kann nahezu alle sozialen Gruppen treffen – von Schülern über Forscher bis hin zu Arbeitslosen und Rentnern sind Krankheitsfälle bekannt.”

Wie kommt es jetzt aber zum “Burn Out” – Syndrom?

Kennt ihr das? Ihr kommt abends nach Hause, seid müde und geschlaucht, frustiert und einfach nur gerädert? Dann habe ich meist die Angewohnheit, mich hinzusetzen und etwas zu schmöckern oder mich sonst irgendwie von den Geschehnissen des Tages abzulenken. Aber auch bei mir kommt es in Projekten oft dazu, dass ich mich hineinsteigere, also wie oben diese “idealistische Begeisterung” empfinde und dann ist es sehr schwer mich zu bremsen.

Wenn man sich jetzt überlegt, dass man den eben beschriebenen Gefühlszustand durch Begeisterung überdeckt, diese beschriebene Gefühlsregung, dann doch irgendwann hochkocht, bin ich der festen Überzeugung, dass die betroffenen Menschen wirklich stark darunter zu leiden haben. Erschwerend kommt in dieser Zeit hinzu, dass wegen der aktuell vorherrschenden Wirtschaftskrise, viele Menschen Angst haben, um ihren Job und aus diesem Grund viel mehr leisten, als sie normal im Stande wären und so dann ohne die idealistische Begeisterung in den Symptome eines BurnOut – Symdromes gefangen sind. Aber kann man vielleicht vorbeugen, dass es gar nicht erst zu einem BurnOut Syndrom kommen muss?

Hier meine 10 Ideen für vorbeugende Maßnahmen:

  1. Genug Schlafen: Wer nicht viel schläft, dadurch Fehler macht und dann noch weniger schläft, um sie wieder auszubügeln, der hilft weder sich noch den anderen. Also zuerst ausschlafen und dann ausbügeln, oder schon vorher ausschlafen, damit der Fehler erst gar nicht passiert! ;-)

  2. Setze klare Grenzen: Wenn du einen privaten Termin hast, dann lege die Arbeitstermine drumherum und nicht die privaten Termine um deine Arbeitstermine. Ich meine lebt man um zu arbeiten, oder arbeitet man um zu leben?

  3. Klink dich aus: Wie oft bist du per Internet oder Mail oder Handy eigentlich erreichbar? Immer! Achso und dein Arbeitgeber bezahlt dich auch dafür? Nein, jetzt mal ehrlich, wann habt ihr zuletzt mal das Handy, den Rechner und das Telefon ausgemacht und habt euch in Ruhe irgendwo hingesetzt und ein Buch gelesen. Lange nicht mehr? Dann wird es aber höchste Zeit! Probier es aus! Du wirst sehen, solche Entspannung findet man selten! Und auch für die Kreativen unter euch, die tollsten Ideen kommen mir nicht am Handy, am Computer oder bei der Arbeit. Nein, immer in absolut unpassenden Momenten, Dusche, Laufen oder auf der Toilette und natürlich habe ich nie etwas zum Schreiben zur Hand. Aber dann laßt uns doch diese Momente öfters haben, vielleicht vermehren sich auch die Ideen? ;-)

  4. Natur: Wann warst du das letzte Mal im Wald? Lange her? Verstehe ich, bei dem Winter, aber aktuell mal aus dem Fenster geschaut! So schönes Wetter hatten wir schon lange nicht mehr! Also los, ab in den Wald und genieße die Ruhe! Handy und alle Techniksachen im Auto oder gleich Zuhause lassen! Und genieße die Natur in ihrer Ursprünglichkeit, schau den Schmetterlingen beim Fliegen zu oder dem Wasser beim Fließen. Das entspannt wirklich! Trau dich!

  5. Freunde: Ja, der Typ oder die Tussi, die immer für einen da ist, wenn der Job mal wieder ätzt! Vergessen? Klar! Dann aber mal los, Kinokarten oder sonstiges organisieren und los geht es! Natürlich geht das auch mit Bruder oder Schwester! ;-) Ach so, goldene Regel, kein Gespräch über den Job, der nimmt eh schon 8 Stunden deines Tages ein, willst du ihm den Rest auch noch schenken! GRRRR

  6. Essen: Wenn wir in unser Auto schlechtes Benzin tanken, dann geht es kaputt. Was ist wenn wir nur Müll essen, geht unser Körper dann kaputt. Nein, nicht direkt, aber nimm dir die Zeit für dich und deinen Körper. Esse was Richtiges und nicht schnell mal was zwischendurch. Das tut dir und deiner Laune nicht gut und wenn man es richtig genießt und die Ruhe in der Pause für sich nutzt, dann wird danach wieder viel produktiver gearbeitet. Ich habe es schon oft bei Projekten gesehen, dass man sich festgefahren hatte, die Stimmung irgendwie weg war und jeder demotiviert aus der Wäsche geguckt hat. Nach einer Mittagspause und richtigem Essen wurde dann wieder richtig durchgestartet. Einfach mal ausprobieren!

  7. Ausgleich finden: ganz wichtiges Thema, finde ein Hobby! Einfach etwas was dir Spaß macht, das dich wieder hochbringt, wenn du einen schlechten Tag hattest, in das du dich voller Enthusiasmus reinwerfen kannst, wenn dir sonst die Welt um die Ohren fliegt. Ja, es hat diesen Beruhigungsfaktor. Fang an zu Laufen, Lern kochen, Lese Bücher oder wie ich fang einfach an zu schreiben! ;-) Und geh anderen damit auf die Nerven. Aber tu irgendetwas anderes, als nur deinen Job. Deine Umwelt wird es dir danken, du bist nämlich ausgeglichener und du kannst mal noch über etwas anderes reden!

  8. Hör auf deinen Körper: Wenn du zuviel Arbeitest und dir keine Erholung gönnst, du dich müde und kränklich fühlst, dann sind das erste Symthome für zuviel Arbeiten. Wenn du deinem Körper zuhörst, dann wird er dir sagen, wann es mal genug ist und gönn ihm diese Ruhe, er wird es dir danken!

  9. Hinterfrage dich selbst und deine Ziele: Es ist wichtig deine Ziele regelmäßig zu hinterfragen und gegebenfalls neu zu ordnen oder neu zu bestimmen. Genau wie du dich veränderst, verändert sich auch dein Umfeld und du solltest nicht immer Falschem hinterher jagen, denn das Aufwachen, kann dann sehr deprimierend werden. Also immer die richtigen Ziele im Auge behalten!

  10. Deine Tagesroutine verändern: Aha, du machst immer Sonntags die Wäsche und gießt die Blumen. Weil es zur Gewohnheit geworden ist? Achso, weil es so schön einfach ist? Okay, das verstehe ich. Aber wann hast du die Aufregung von was Neuem in deinem Leben gespürt? Aufregung und auch Ablenkung kann es sein, wenn du deinen Tagesablauf mal wieder veränderst. Dann können auch wieder langweilige Sachen mehr Spaß machen. Einfach mal ausprbieren!

Ich weiß, das ist meist alles leichter gesagt als getan, aber ich arbeite um zu leben! Und wie ist es bei dir? Und für alle die noch nicht akut vom BurnOut Syndrom bedroht sind: Ein bisschen Entspannung hat noch nie jemandem geschadet! ;-) Und was macht ihr um euch zu entspannen?

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  • 36 comments

    1. Das Wichtigste ist und bleibt “Nein” sagen zu können. Diese Fähigkeit ist außer unter den Frauen, mit denen ich als Jugendlicher schlafen wollte leider nicht so weit verbreitet ;-)
      Gruß
      Fulano

      Reply
      • Hallo Fulanos Worte,

        Da gebe ich dir absolut recht! Bei mir waren die Frauen irgendwie genauso! ;-)

        Aber Spaß beiseite, das ist immer leichter gesagt als getan. Die hier genannten Tipps sollen nicht zur Prevention gelten! Sondern bei Niedergeschlagenheit helfen, wieder aus dem Loch zu kommen!

        Für die Frauengeschichte kommt der Artikel nächste Woche! ;-)

        Reply
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    7. Hi Mac_Beth,

      unsere Trinity hat dazu auch mal aus eigener Sicht was zu geschrieben, bezogen auf den Focus Artikel im März :
      “Ich weiß aus Erfahrung, dass es immer weitergeht, und dass Leben weitaus mehr ist, als ein sicherer Arbeitsplatz.”
      http://alturl.com/gzwbo
      passt glaube ich ganz gut zu deinem, wenn du magst.
      Gruß
      Thom

      Reply
      • Hallo Thom,

        vielen Dank für den Hinweis, ein echt toller Artikel!

        Ich werde mal einen Trackback hinschicken!

        Gruß

        Matthias

        Reply
    8. Ich finde die Tipps super, vielen Dank :)

      Sollte auch mal wieder eine Runde entspannen.

      Spätestens Anfangs August bin ich dann aber eine Woche am Gardasee und kann dann bestimmt sehr gut entspannen, da ich weder PC noch Internet haben werde.

      Reply
      • Siehst du das ist eine tolle Maßnahme! Ich werde im September in Urlaub fahren und auch dort keinen Laptop mitnehmen oder mal im Internet schnuppern!

        Gardasee hört sich natürlich toll an! Und kannst du es als Reiseziel empfehlen?

        Reply
        • Ich war letztes Jahr bereits einmal dort und es war echt schön.

          Neben dem schönen Wetter sind die Menschen dort auch ganz anders.

          Zudem natürlich auch das feine Essen.

          Reply
        • Ja, ja, Menschen, die Natur und Essen!

          Dann kann ich dir auch die Schweiz empfehlen.

          Gleiches gilt hier! ;-)

          Und ein bisschen Sonne Tanken oder?

          Reply
          • Sonne Tanken auch, auf jeden Fall!

            Die Schweiz? Da bin ich mindestens einmal die Woche. Wohne ja in Liechtenstein und das liegt direkt neben der Schweiz. Von mir aus 15 Minuten bis ich drüben bin :)

          • Sau cool Liechtenstein.

            Ich bin in der Nähe von Bern, heißt Riederalp ohne Autos!

            Und ja Sonne tanken, wandern und die Ruhe genießen. Und jede Menge Schokolade futtern! ;-)

    9. Hey Matthias,
      ja, das ist grad der richtige Artikel für mich. Auch wenn ich nicht unter BurnOut sondern unter einem ganz einfachen Infekt leide, kommen die Anregungen (vor allem mit dem Schlafen) genau richtig.
      Apropos, ich hab neulich in einer Zeitung gelesen, dass man am produktivsten arbeitet und mehr schafft, wenn man seine Arbeitszeit reduziert. Der Autor hatte vorgeschlagen von 8 auf 5 bis 6 Stunden und von 12 auf mind. 9 bis 10 runter zu gehen. Begründet hat er es mit der zusätzlichen Erholung, die neue Ideen hervorbringt und mit der Effizienz, die bei kürzeren Deadlines zutagetritt. Ich möchte jedoch den Arbeitgeber sehen, der dabei mitgeht ;-)

      LG
      Anne

      Reply
      • Hallo Anne,
        Ja mit der Reduzierung der Arbeitszeit und der wohl daraus resultierenden Produktivitätssteigerung habe ich auch schon gehört. Weil man sich dann mehr und besser mit seiner Zeit haushalten muss. Aber ja find mal einen Arbeitgeber für das Projekt. Da heißt es im Endeffekt dann ach Sie schaffen mehr in noch weniger Zeit, dann kann ich dir Arbeitnehmer mich mehr geben!

        Also gewinnst du dadurch auch nichts im Endeffekt!
        Aber in dem ebook das ich dir empfohlen habe, da steht das glaube ich auch drin! Da geht es halt generell um das Thema “weniger ist meistens mehr”!

        Matthias

        Reply
        • Ja, das ist das Problem!

          Übrigens bin ich heut besonders produktiv. Ich hab meine Stunden um 100% reduziert und arbeite heut nicht. ;-)

          LG
          Anne

          Reply
        • Dabei wünsche ich dir viel Spaß und erhol DICH für MICH auch einfach mal mit! Wir testen jetzt mal, ob du das kannst! ;-)

          Viel Spaß beim Nichtstun!

          Reply
    10. Hallo Matthias,

      sehr guter Artikel und ja: das sind genau die richtigen Maßnahmen, um entspannt durchs Leben zu schweben mit einem Lächeln auf den Lippen:-)

      Gruß,
      Trinity

      Reply
      • Hallo Trinity und herzlich willkommen auf meinem Blog.

        Freut mich dass dir der Artikel gefällt! Und welche Maßnahme hat dir persönlich am meisten gebracht auch unabhängig von dieser Liste?

        Reply
    11. Zu den klaren Grenzen gehört es auch, Feierabend zu machen wann man es sich (morgens o. am Vortag) vorgenommen hat. Mindestens 2x die Woche, egal was passiert. Das Chaos ist am nächsten Tag garantiert immer noch da…
      Diesen Rat hat mein Chef bekommen, der vor ~ einem Jahr mehrere Monate in stationärer Behandlung war, wegen Burnout!
      Ich versuche seitdem, dies auch zu beherzigen…

      Reply
      • Ja, das ist auch er guter Tipp, nicht nur für den Betroffenen selbst sondern auch für seine Umwelt, die läßt sich vielleicht noch ein bis zwei Mal Verstößen, aber irgendwann melden die sich dann auch nicht mehr!

        Reply
    12. Eine Art von Burnout Syndrom sieht man doch täglich in den Blogs : Entweder wird ein kurzer, nichtssagender Wochenrückblick geschrieben, nur um etwas zu schreiben, oder es herrscht für Monate totenstille.

      Im Endeffekt oftmals ein Zeichen dafür, dass man nicht nur nichts (mehr) zu sagen hat, sondern auch, dass hinsichtlich des sagen Wollens ein Endpunkt erreicht ist.

      Im Falle eines Blogs ist es jedoch sehr einfach den Stecker zu ziehen, nichts mehr aktiv zu unternehmen und die Sache für sich zu beenden. In anderen (z.B. beruflichen) Bereichen kann man dies nicht und hat somit auch keine Möglichkeit seinen Eigenschutz zu aktivieren und durchlebt dann auch die gesamte Bandbreite der negativen Sympthome.

      Ach ja, ein Satz noch zu mehr Produktivität durch weniger Arbeitszeit :

      Das funktioniert eher in den Bereichend die auf Kreativität aufbauen. Am Band bei der Montage von Bauteilen wird die Umsetzung ebenso schwer, wie in der Buchhaltung wo der Output durch “Menge x Zeit” definiert ist. Ob ein Gärtner die Hecke schneller schneidet, nur weil er sich die Arbeitszeit um 2 Stunden reduziert, darf wohl berechtigt angezweifelt werden.

      Reply
      • Hallo Sven,

        ich denke nicht, dass der Blogrückgang auf das Burnout Syndrom zurückzuführen ist.

        Es ist aktuell wohl eher das Wetter. Ich denke bei Blogs ist immer eine zu große Erwartung, warum die Meisten nach kurzer Zeit wieder aufhören, zu bloggen.

        Aber ja, du hast Recht für Leute die auf Akkord arbeiten, ist das Beispiel hier schlecht gewählt! Da gebe ich dir Recht!

        Gruß

        Matthias

        Reply
    13. Ich gehöre auch zu den Leuten, die sich immer mal wieder am Riemen reißen müssen. Ausnahmen lassen oft meine gesteckten Ziele den Bach runter rutschen und ich muss immer wieder lernen “nein” zu sagen. Hier dem helfen, hier dort noch ein bißchen Hand anlegen und ach ja, es ist ja so wichtig, dass das jetzt ganz schnell umgesetzt wird… und schon war es es gewesen mit der Stunde Sport am Nachmittag oder dem erholsamen Spaziergang zwischendrin. Dabei sitze ich unter der Woche von morgens um 6-7 bis abends um 8 am Computer und werkle vor mich hin. Mittags schnell das Essen rein schlingen und ne Pause zwischendrin… ich nehme sie mir immer wieder vor und dann wird meist nichts draus. Dann soll ich auch noch am Wochenende hier und dort was drehen und schwups hat man eine 7 Tage Woche mit ca. 12 Arbeitsstunden pro Tag… das hält auf Dauer “keine Sau” aus ;-)

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      • Ja, das muss ich auch, mich am “Riemen” reißen. Denn ich bin auch immer schnell mit Ja, ja, dabei und ärgere mich dann später! Anstatt ja,ja zu sagen, könnte ich dann mal abends pünktlicher nach Hause und meinen Feierabend mal ein wenig genießen!

        Aber ich arbeite dran mit allen möglichen Tricks. Darüber werde ich glaube ich auch mal einen Artikel schreiben!

        Dann geh mal zu Anne und ließ dir den Artikel “Nichts tun” durch, den fand ich persönlich richtig inspirierend! ;-)

        Reply
    14. Pingback: Mein Ziel: Ein produktiver Sonntag mit Belohnung » Wochenende, Sonntag, Real Life, Produktiv » Chriz' Blog

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