Gas oder Holz im Saarland eine Glaubensfrage

Wie die meis­ten von euch wis­sen, bin ich Saar­län­der. Und was macht ein Saar­län­der, wenn er ger­ade nicht die Welt ret­tet? Richtig, er grillt! Dazu gab es vor­let­ztes Woch­enende ein heftige Diskus­sion. Was ist besser Holz oder Gas?

Ich selbst habe mir beim Umzug in unsere neue Woh­nung meinen allerersten Gas­grill geleis­tet und muss sagen ich bin immer noch begeis­tert. Nach­dem ich jahre­lang mit Holz und Holzkohle meine Schwenker gegrillt habe, bin ich durch einen Fre­und auf das Thema Gas aufmerk­sam gewor­den und habe mich let­z­tendlich auf Grund der Vorteile dafür entsch­ieden. Aber was sind die Vorteile:

1) zeitaufwendige Vor­bere­itung fällt weg:

Was braucht man um auf einem Holzkohle­grill zu grillen? Glut und um diese zu bekom­men, muss man doch einiges an Zeit in Anspruch nehmen, bis das Gril­lvergnü­gen seinen Anfang findet. Da ist es beim Gas­grill in ein paar Minuten erledigt und der Spaß kann anfangen!

2) Vorar­beiten, kaum von Nöten:

Auch bei dem Thema Vorar­beiten hat der Gas­grill klare Vorteile gegenüber dem Holzkohle­grill. Die meis­ten Saar­län­der haben für die Grill­sai­son vorge­sorgt und riesige Berge an Brennholz bere­its ges­pal­ten oder einen Keller­raum mit Holzkohle vol­l­liegen. Beim Gas­grill benötigt man meist nur eine kleine, in größeren Haushal­ten, eine große Gas­flasche und für den Not­fall noch eine zum Vor­rat. Ein­mal angeschlossen und dann ein­fach auf­drehen, wenn der Grillspaß seinen Lauf nehmen soll. Fer­tig! Kein Spal­ten, keine Wartezeit!

3) Auch mal für zwei schnell Würstchen machen:

Ich per­sön­lich habe früher nie an Grillen für zwei Per­so­nen gedacht! Viel zu viel Aufwand! Macht keinen Sinn, wohinge­gen mit einem Gas­grill das Ganze zu einem Kinder­spiel wird, Gas­flasche auf, Flamme entzün­det, 10 Minuten Würstchen und son­stiges zusam­menge­sucht und auf den Grill befördert! Fer­tig! Das ist ja mal einfach!

4) Ein­fach­heit:

Apropo Ein­fach­heit! Sowohl in der Anwen­dung, als auch in der Frage des Sauber­hal­tens, hat der Gas­grill klare Vorteile. Wie eben beschrieben, Gas­flamme an und entzün­den und 10 Minuten später geht es los! Klar, die Gas­flasche muss ein­mal angeschlossen wer­den, kann dann aber draussen bleiben, bis zum Ende der Grill­sai­son. Und das war es! Kein Holz klein machen, zum “Angrillen” kein Papier suchen, Anzün­der suchen, 15 Minuten ver­suchen Feuer zu machen, dann wieder warten, bis anständige Glut da ist! Ent­fällt alles!

5) Geschwindigkeit:

Ja, Geschwindigkeit, oder wie Tim Allen sagen würde! “Mehr Power!” — In der heuti­gen Zeit wo wirk­lich alles schneller wird müssen sich wohl oder übel auch unsere son­sti­gen Tätigkeiten diesem Trend anschließen. Wobei ich es schätze, durch den Gas­grill nicht so sehr mit dem Grillen beschäftigt zu sein, son­dern mich mehr mit meinen Gästen unter­hal­ten kann und es ein­fach schneller was zu essen gibt. Denn auch das haben alle Saar­län­der gemein­sam, wir wer­den stinkig wenn es mit dem Grillen zu lange dauert! ;-)

Und hier noch ein paar Schnapp­schüsse von meinem let­zten Grillen:

Grillen (3 von 3).jpg Grillen (2 von 3).jpg Grillen (1 von 3).jpg

In diesem Sinne wün­sche ich uns allen einen besseren Som­mer als wir ihn bisher erleben durften und das noch viel Schwenker gegrillt wer­den mögen. Aber wie sieht es bei euch aus, eher Holz oder Gasgriller?

33 comments Write a comment

  1. Im pri­vaten Bere­ich momen­tan noch Holzkohle, bei der Feuer­wehr nutzen wir inzwis­chen Gas weil Kohle da ein­fach nur Nachteile hat.

    Ein­er­seits ist Kohle zwar toll weil der Geschmack sich ein­fach (meiner Mei­n­ung nach) vom Gas­grillgut unter­schei­det. Allerd­ings wenn du größere Men­gen grillst und dann am besten auf Ver­anstal­tun­gen (Oster­feuer etc.) dann hast du die Glut immer dann wenn keine Leute was haben wollen und wenn dann der Ansturm kommt musst du erst wieder Kohle nach­le­gen… Beim Gas­grill ein­fach die Flamme klein gedreht und wenn der Ansturm kommt ist die Flamme in <1s wieder groß und es geht weiter…

    Ich würde mir auch wenn es ein neuer Grill wird defin­i­tiv einen Gas­grill kaufen weil das Anzün­den ein­fach nervt. Wenn du gute Kohle hast brennt sie recht gut an aber in let­zter Zeit hatte ich hier schon einige Säcke mit Müll. Die scheiss Kohle wollte ein­fach nicht anbren­nen egal wie viel Feuer ich drunter gemacht habe.

    Also ein­facher ist auf jeden Fall die Gas-Variante, schöner und Geschmack­voller die Holzkohle…

  2. ICh finde Bei­des hat was — Holz den inten­siv­eren Geschmack und Gas punk­tet ein­deutig bei Kom­fort und Rauch-/ bzw. Geruch­sen­twick­lung (falls es dem lieben Nach­barn nicht gefällt).

    Übrigens Teste ich dem­nächst Räucher­beu­tel die auch für den Grill zu ver­wen­den sind, hehe…

    • Hallo Micha,

      lässt du mir einen Track­back hier auf den Artikel zukom­men? Würde mich echt interessieren!

      Danke schön! Und ja, das ist echt eine Glaubens­frage zwis­chen Gas und Holz ;-)

      Gruß

      Matthias

  3. Bei uns gibt es grund­sät­zlich nur Holz oder Holzkohle. Wobei ich Holz bevorzuge — allein der Vor­bere­itung wegen. Das gehört für mich zum Grillen mit dazu.
    Zeit die Welt zu ret­ten bleibt dann immer noch über ;-) .

  4. Am Geschmack schei­den sich ja bei der Frage Gas oder Holz bekan­nter­maßen die Geister.

    Der zeitliche Aspekt ist sicher­lich nicht wegzud­isku­tieren. Ander­er­seits finde ich es ger­ade schön, wenn es beim Grillen nicht so schnell von­stat­ten geht, son­dern man sich –gezwun­gener­maßen– Zeit nehmen muss. Ähnlich wie bei amerikanis­chen BBQs, die sich über nen hal­ben Tag hinziehen können.

    • Hallo Sascha,

      Hmmm Lecker! Ja amerikanis­che BQs sind eine tolle Sache und ja die dauern den hal­ben Tag. Allerd­ings steigt man hier auch immer mehr auf Grill­sta­tions um, die auch mit Gas betrieben werden.

      Aber ja es ist ein­fach eine Glaubens­frage! ;-)

  5. Da muss ich doch mal ganz klar wider­sprechen und den Autor ern­sthaft nach seiner Aufentshalt­ser­laub­nis im Saar­land fragen?

    Du schreibst: “Richtig, er grillt!”

    Soso, Saar­län­der grillen also? Das ist ja ganz was Neues. Mein lieber Blog­gerkol­lege, ein Saar­län­der (zumin­destens ein Echter) der grillt nicht, son­dern er schwenkt!!!

    Und das am besten auf einem der alten Schwenker wie sie damals mit dem geklauten Mate­r­ial von der Hütt dehemm zusam­mengeschweisst wurden.

    Aber es mag auch gril­lende Saar­län­der geben … das sind dann die die wo mit der Grün­dels Flasch in der Hand um de Grill rum­stehn un dummes Zeisch schwäd­dze! Awwa hun­nerdt Prozänd!

    Grüsse :-)

    • Oh Mann, e ächt­der Saar­län­ner, ich glaabs net! In meine Kommmendare!

      Ei was maschd du dann lo?

      Sorry, für mein Hochdeutsch, aber es sollte doch noch mehr an der Diskus­sion teil­nehmen kön­nen, und jo, haschd Recht, a Saar­län­ner schwenkt!

      Ja, die alten Schwenker, das waren noch Zeiten! HiHiHi!

      Oh Mann, Grün­dels, willschd du misch umbringe? Hein! ;-)

      Awwa hun­nerdt­fufzisch Przänd! ;-)

        • Weisst doch selbst wie das ist im Saar­land, der eine kennt einen der einen kennt dessen Bruder wieder einen kennt …

          BTW: Die Saar­län­der sind ja so heimatver­bun­den das wenn einem in Neunkirchen ein Auto mit MZG Kennze­ichen ent­ge­genkommt, dieses vor Freude mit Lichthupe ange­blinkt wird und man stolz sagt … Guck emol, do is ähner von uns :-)

        • Ja das stimmt, Tene­Tours, wir Saar­län­der sind abso­lut heimatver­bun­den! Aber siwas von, kann ich dir sagen! ;-)

  6. Beim Gas fehlt dir der sprich­wörtliche Geschmack von verkohltem Fleisch ;-)
    Ok, die Vorteile sind nicht von der Hand zu weisen… Aber ich per­sön­lich bleibe auch beim klas­sis­chen Kohle­grill!
    Ich muss allerd­ings zugeben, dass hier auch noch ein Elek­tro­grill steht — der kommt zum Ein­satz, wenn wir zu zweit ganz schnell ein Stück Fleisch auf dem Teller sehen wollen :-)

    • Flamme ein wenig größer machen und länger am Fleisch lassen, dann hast du da auch verkohltes Fleisch! ;-)

      Hey jeder so wie er es möchte, ich mache hier nie­man­dem Vorschriften! ;-)

  7. Wir benutzen auss­chließlich Holzkohle. Ist für mich ein­fach das wahre Grillen, da kommt, für mich, kein Gas­grill oder son­stet­was heran. Aber alleine beim Grill schei­den sich ja schon die Geis­ter. Smocker, Bar­beque Grill oder nor­males Grill­rost. Ich habe mit­tler­weile gefallen an meinem etwas ‘dauerver­schmutzte’ Grill­rost gefun­den, welcher stets nur mit Kohle benutzt wird und entsprechend Natür­lich benutzt wird. Das Ding kannste auch ein­fach mal mit an einen See nehmen, drei Steine als abstand­hal­ter, Kohle drun­tergeschmis­sen und schon kann es nach kurzer Zeit los­ge­hen. Ich weiß nicht ob das mit einem Gas­grill möglich ist, aber da ich keine Großver­anstal­tun­gen mache wo es ökon­imis­cher ist, werde ich für mich auch nie einen Gas­grill besor­gen.
    Mag die Dinger benutzen wer will, vielle­icht ist es ja sogar Gesün­der, aber da beginnt halt wirk­lich diese… Glaubensfrabe :)

    • Ja, auch dort schei­den sich die Geis­ter, Sascha. Aber ja beim Spon­tan­grillen am See gibt es ein­fach keine Alter­na­tive! Dann hätte das Ganze näm­lich nichts mehr mit Spon­tan­ität zu tun! ;-)

  8. Ich schliesse mich ein­deutig den Holzkohle Fans an. Urgemütlich und der Geschmack ist ein­fach “anders”

    Die Vor­bere­itun­gen dazu wer­den da gerne in Kauf genom­men. Es ist ein­fach etwas anderes mit Feuerchen und co.

    • Hallo Arven,

      Auch hier eine Glaubens­frage! Aber schön das diese Frage nicht nur uns in Deutsch­land beschäftigt. ;-)

      Lieben Gruß

      Matthias

  9. Ah, hier gehts zur Sache, ich dachte schon sämtliche deutschen Blog­ger wären in das Som­mer­loch gefallen. Bei deinen let­zten bei­den Artikeln war ich wirk­lich mal die Erste, die kom­men­tiert hat. Wie ungewöhn­lich? War irgend­wie gruselig, so allein dort auf einer Seite ;-)
    Aber hier fühle ich mich wieder wohl! Jede Menge zu lesen, und das werde ich jetzt mal machen!

    LG
    Anne

    • Danke für das kom­men­tieren der bei­den anderen Artikel! Waren wohl nicht so starke The­men. Das kann auch mal passieren, wie die pro­duk­tiven und unpro­duk­tiven Artikel muss es auch inter­es­sante und nicht so inter­es­sante Artikel geben! ;-)

      • Ah, für mich waren sie alle inter­es­sant. Man ist ja auch nicht immer in der gle­ichen Laune. In diesen Tagen mag ich z.B. gar keine knif­fli­gen Sachen lesen. Word­Press, Pro­gram­mierung etc. sind wir mich derzeit tabu. Liegt ver­mut­lich an dem Schlafde­fizit. Da kann man sich ein­fach nicht so gut auf sowas konzentrieren.

        • Nö, Fußball schauen. Die WM-Übertragung ist doch bei uns in der Nacht. :( Natür­lich wer­den die Spiele auch im Tag wieder­holt, aber lei­der kann keiner den Mund hal­ten, wenn die Ergeb­nisse zu aufre­gend wer­den ;-)

  10. Ich sag es mal ganz fraulich: Haupt­sache das Ding macht das Essen warm und schack­haft. Die Tech­nolo­gie dahin­ter werde ich eh nie ver­ste­hen! ;-)
    Natür­lich plädiere ich auch für Kohle. Wie gesagt, der Geschmack entschei­det bei mir.
    Aber Gas ist auch Ok.
    Nur auf die kleinen Elek­tro­grills kann ich verzichten. Damit schmeckt alles wie gebraten.

    • Oh, eine ganz neue Sichtweise! ;-)

      Ich dachte das Gas weiter vorne ist, mit seinen Vorteilen gegenüber der Kohle!

      Aber wie bere­its oft erwähnt, es ist eine reine Geschmackssache!

      Aber ihr habt doch auch Bar­be­cue, oder?

      • Ehrlich, seit wir in Aus­tralien sind, wir haben nicht mal mehr einen Holzkohle-Grill. ;-)
        Den brauchen wir hier auch gar nicht. In den aus­tralis­chen Parks gibt es öffentliche, gas­be­triebene Grillplat­ten. Die Nutzung ist kosten­los. Man sollte nur die Platte vorher ordentlich säu­bern ;-)
        Da es dieses Ange­bot gibt, hat­ten wir nie das Bedürf­nis etwas eigenes anzuschaffen.

        Aber viele meiner Fre­unde haben natür­lich auch Gas­griller auf ihren Ter­rassen zu ste­hen. Immer­hin ist Aus­tralien die Barbie-Nation schlechthin und die Kinder wach­sen damit schon auf. Ich glaub, einige meiner Bekan­nten wür­den sich lieber einen Grill als ein neues Auto leis­ten. ;-)
        Wenn man auf einem Grill reisen kön­nte, (omg, allein die Vorstel­lung ^^) würde ich ver­mut­lich auch noch zuschla­gen, aber lei­der ist solch Grill sehr “immo­bil” und unsere Woch­enen­den nutzen wir nun mal gern für Tages– und Camp­ingtrips. Da lohnt sich die Anschaf­fung nun wirk­lich nicht.

      • Hallo Anne,

        schön mal hier eine Mei­n­ung aus far­far­away zu hören! ;-)

        Kosten­los? Inter­es­sant! Das geht bei uns nicht! “Mein Grill ist größer als deiner!” ;-)

        Aber ja, immo­bil sind die Teile allemahl, aber dieser Tage habe ich eine Trans­port­grill Wer­bung gese­hen! Vielle­icht was für dich?

        • Wenns klein und trag­bar ist, natür­lich immer.

          Ich denke aber auch, dass es diese öffentlichen Gas-Grill-Platten gibt, weil man damit die Feuerge­fahr senken will, die man bei offe­nen Feuern hätte. Offene Feuer und aus­tralis­cher Som­mer ver­tra­gen sich nun mal nicht gut ;-)

        • Ich schaue mal nach wie der Grill wieder heißt.

          Doch, doch, das verträgt sich, wenn du die Fire­fighter dazu tust! ;-)

          Sorry hat sich angeboten!

  11. Pingback: ZenToDone

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