“Ist das alles?” war eine Frage, die mir vor einigen Monaten durch den Kopf gejagt ist. Ich hatte mir mal wieder etwas Neues gegönnt! Das Projekt war zu Ende meine Prämie hatte ich bekommen und hatte sie sofort in einen Gegenstand umgesetzt. “Ist das alles?”
Ich hatte eine zeitlang nur und ausschließlich für meinen Job gelebt, weil man meiner Meinung nach das von mir erwartet hatte. Ich hatte mich aufgerieben, war bis zu meiner körperlich und seelischen Belastungsgrenze gegangen und hatte sie sogar überschritten und jetzt? Jetzt war ich ausgebrannt, der Kopf schwer und der Körper müde. “Ist das wirklich alles?”
Auch der Kauf, den ich mir durch meine Prämie gegönnt hatte, konnte weder meinem Körper noch meinem Kopf ein besseres Gefühl verschaffen und das schockte mich. In meinem darauf folgenden Urlaub habe ich mir viel und oft über diesen Satz Gedanken gemacht. “Habe ich die falsche Einstellung?” — war wohl die häufigste Frage, die in diesem Zusammenhang hochkam.
Aber welche Einstellung ist die Richtige? Gibt es die überhaupt? Und wenn ja, wo finde ich sie? Fragen, die es zu beantworten gilt. Die Ironie ist, dass es keine allgemein gültige Aussage oder Bedienungsanleitung dafür gibt. Nein, jeder muss die Antwort auf diese Frage selbst finden. Ich möchte hier eigentlich nur 2 Möglichkeiten aufzeigen, um aus der oben genannten Fragestellung eine Art Antwort zu kreieren.
Ziele stecken, messbar machen, schriftlich festhalten und darauf hin arbeiten: Das ist wohl das wichtigste, denn ohne messbaren Erfolg, ohne die Bestätigung etwas geleistet zu haben, wie soll man da Befriedigung erfahren?
Die Hilfe anderer annehmen: Ich habe zu diesem Thema jetzt einige Bücher gelesen, die mir echt weitergeholfen haben.
minimlist guide von leo Babauta
Power of Less
art of being minimalist von everett Bogue
Wobei ich echt Beeing Minimalist von Leo Babauta einfach so klasse finde, weil er an Beispielen, wie seinem PC bzw. Mac erläutert, wie er es schafft Ordnung zu halten und dadurch ruhiger und gelassener bleibt. Diese Beispiele sind ausschließlich englische Literatur und ich wundere mich, dass es hier keinen deutschen Autor gibt. Wenn ihr hier jemanden kennt einfach her damit.
Aber wie ich bereits am Anfang des Artikels erläutert habe, ich bin hier auf der Suche nach innerer Ruhe und Gelassenheit und mit dem Thema “Minimalist” bin ich diesem Ziel ein wenig näher gekommen. Denn Minimalist sein heißt, diese Konsumgesellschaft in der wir uns nun mal befinden, etwas kritischer unter die Lupe zu nehmen und zu erkennen, dass man nicht durch Konsum Glück erfährt, was aber viele, unter anderem auch ich denken oder gedacht haben. Einfach mal lesen, ist echt interessant.
Aber wie macht ihr das mit Glück, was sind für euch glückliche Moment, inspirierende Momente und welche Ziele machen euch glücklich und wie erreicht ihr sie?
Alternative Artikel:
- Übergangszeit heißt krank sein — Zeit oder die top 5 für die Hausapotheke um für das Schlimmste gewappnet zu sein
- Muss das Handy immer dabei sein bzw. müsst ihr immer erreichbar sein?
- Selbstmanagement – Ordnung in sein Leben bringen – Stress reduzieren
- meine Top 5 im Alltag echt Geld zu sparen
- Zentodone – 2. Gewohnheit: Durcharbeiten
16/06/2010 @ 11:15
Einfach gesagt: Gar nicht. Ich gehöre auch zu den Leuten, die permanent irgendwas machen und auch einfach einen Sonntag (zum Beispiel den letzten) durcharbeiten. Waren ja nur 12 Stunden, die ich letzten Sonntag an einem Projekt gearbeitet habe. (Plus einige Zeit außerhalb des Projekts.)
Ich stehe in der Regel zwischen 7 und 8 Uhr morgens auf, frühstücke und fange an zu arbeiten. Enden tut das gegen Mitternacht. Das ganze an 7 Tagen in der Woche. Meistens sind das dann Tätigkeiten, die du oben schon ansprachst, in die man zig Stunden Arbeit steckt und keinen Erfolg sieht. Allerdings auch Geld und Statussymbole sehe ich nur wenige. Oft ist es auch das Ziel die negativen Gedanken und Gefühle einfach mit so viel Arbeit zu erschlagen, dass sie (kurzfristig) Ruhe geben.
Meistens endet es eher mit der Frage: “Warum habe ich mir eigentlich die ganze Arbeit gemacht? Das hätte ich mir auch sparen können.” Aber aus irgend einem Grund bin ich dann trotzdem wieder so “blöd” und mache allen möglichen Kram.
Aber um auf die Ausgangsfragestellung zurückzukommen: Glückliche Momente… Vielleicht hatte ich in den letzten Jahren welche. Ich weiß es ganz ehrlich nicht mehr. Ich kann mich einfach an keine erinnern.
Dementsprechend sind glücklich machende Ziele auch eher rar gesät. Klar freut man sich kurz darüber, wenn man wirklich ein Ziel erreicht hat und ein Resultat sieht. Allerdings kommt meiner Erfahrung nach kurz darauf wieder eine Klatsche, die umso stärker reinhaut.
Ich denke es ginge deutlich einfacher wenn man Menschen hätte, die einen wirklich unterstützen und zu einem halten. Wenn allerdings die Leute, von denen man das denkt Sätze bringen wie “Das schaffst du eh nicht.”, “Das kannste gleich wieder aufgeben.” oder auch wenn ein Ziel erreicht ist “Und was bringt dir das? Hättest du auch gleich sein lassen können.”, dann war das auch nicht so der Knaller.
Also wenn du eine Antwort darauf findest, wie man zu seinem Glück findet, dann gerne her damit. Kann ich auch gebrauchen.
16/06/2010 @ 19:11
Hallo Knut,
Wie wäre es damit, am Wochenende mal Wasser machen auf das du Lust hast. auf das du dich freut, anstatt die Regenerationszeit auch noch deinem Arbeitgeber zu opfern. Das bringt mir ab und an auch kleine Glücksmomente. Was sagst du?
16/06/2010 @ 19:28
Naja… Erstmal habe ich das Problem, dass mein Arbeitgeber immer exakt da ist, wo ich auch bin. (Einer der Nachteile wenn man selbstständig ist.) Und dann etwas machen was mich freut… Ich glaube das Problem dabei ist, dass ich erstmal definieren / herausfinden müsste, was mich eigentlich freut.
Ich hab halt recht früh in meiner Jugend (inzwischen vor fast 14 Jahren) angefangen mich mit Computern etc. zu beschäftigen und damit meine Tage / Nächte / Wochenenden / Wochen / Monate / Jahre zugebracht. Das einzige was ich nebendran noch mache ist die Feuerwehr. Und da richtet sich die Zeit halt nicht nach mir sondern den Ereignissen, auf die wir reagieren.
So fehlt halt einfach die Alternative. Einfach nichts tun und ein Buch lesen o.Ä. kenne ich gar nicht richtig und das nur zu tun ist irgendwie so… Naja…
18/06/2010 @ 19:17
Na dann finde das mal raus, denn du hast damit eine Möglichkeit dich selbst ein wenig zu belohnen, wenn du mal eins deiner Projekte erfolgreich abgeschlossen hast?
Also los! Muss ja nicht unbedingt ein Buch lesen sein!
Lieben Gruß
Matthias
16/06/2010 @ 18:59
Na dazu sag ich dann auch mal das Ein oder Andere. Ich bin in der glücklichen Situation einen Job zu haben, der mir meistens Sapß macht und Überstunden eher weniger anfallen. Freitags um 12.45 Uhr Wochenende und ansonsten eigentlich einen sehr angenehmen Tag. Versteht mich nicht falsch, ich habe schon Stress auf der Arbeit und es kommen immer wieder schwierige Aufgabenstellungen auf einen zu. Aber ist diese Herausforderung neue Sachverhalte zu begreifen und Lösungen zu finden und somit seinen eigenen Ansrpüchen gerecht zu werden nicht das Essentielle, was glücklich machen sollte?
Wie sagt man so schön: “Der Weg ist das Ziel” klingt abgedroschen, aber so bzw. so ähnlich sehe ich das.
An Statussymbolen aufhalten, tu ich mich schon lange nicht mehr. Wenn ich mir was kaufe, dann kaufe ich es weil ich es haben will oder es einen besonderen Nutzen für mich hat. Mir ist egal, ob ein anderer sieht, dass ich ein Iphone benutze, dass ich einen Mac benutze, dass ich ein Burton Snowboard fahre. Ich habe diese Dinge für mich angeschafft, weil ich Spaß daran habe.
In dem Zusammenhang mit Job und Glück find ich das Buch “Fish” super, leider habe ich bislang nur den ersten Teil gelesen, werde die Anderen aber auch noch durchackern.
Ich könnte in meinem Job um einiges mehr verdienen, wenn ich nur die Branche oder die Firma wechseln würde. Aber warum sollte ich das tun? Ich überlebe mit dem Geld, welches ich habe, kann zwar keinen Porsche fahren, aber hin und wieder mal schick essen gehen und der Freundin eine Freude machen. Aber das wichtigste ist: Ich fühl mich wohl!
Jeer hat wohl mal schwarze Tage erlebt oder gar Jahre, aber die gehen auch vorbei, wenn man nur dran glaubt und noch einmal ein Sprichwort: “Jeder ist seines Glückes Schmied”
Oder um es mit den Worten einer meiner Lieblings-Hardcore Bands zu sagen:
Nations On Fire
Dedication Songtext
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Künstler: Nations On Fire Songtexte
Titel: Dedication Drucken Dedication SongtextDrucken Songtext
“Dedication” Klingelton für Ihr Handy downloaden
Dedication Songtext :
What do you want out of life? Are you just gonna sit there – or do you intend to take life in both hands, and decide for yourselves? Living our own lives, I think that we should try – and choose direction for ourselves… well what I want out of life is excitement, is learning and a good time; living in a conscious way, with respect for all of those around me
just my 2 cents
18/06/2010 @ 19:21
Oh Mann, sehr starkes Zitat! Und eine freudiges Hallo, lieber Bremer! Wie geht es dir was machst du so? Für alle andere da draussen Thomas und ich haben zusammen studiert und uns danach ein wenig aus den Augen verloren!
Aber unseren privaten Plausch sollten wir per EMail weiterführen, die ich dir gleich schicke!
Aber zurück zu deinem Zitat, ja, “das Leben in beide Hände nehmen und für uns selbst entscheiden!” das ist wohl das Wichtigste, was es gibt und was jeder von uns unbedingt lernen sollte!
17/06/2010 @ 09:54
Ich bin momentan auch in einer Phase des Lebens, in der es gilt sich zu finden. Seinen Platz. Seine Einstellungen überdenken und neu durchzustarten.
Tja, man wird wohl älter! :)
18/06/2010 @ 19:22
Wem sagst du das? Oder ist es vielleicht eine zu frühe Mitlifecrises?
NEEEEE!!!!!
21/06/2010 @ 09:58
Ich glaube das hat und hatte bei uns eher mit der Gesundheit zu tun, als mit einer eventuellen Midlifecrisis! :D
Angenehmen Start in die Woche,
Alex
21/06/2010 @ 18:34
Ja, das könnte bei mir auch so sein! Seitdem ich mit dem Rauchen aufgehört habe, weiß ich das Leben ansich viel mehr zu schätzen!
17/06/2010 @ 12:28
Ich selber muss mich oft selber ermahnennicht ständig nur zu powern und zu arbeiten. In der Regel ist es so das ich zuviel arbeite, zuwenig schlafe usw.
Ich stehe täglich um 5 Uhr auf und gehe meistens um 1 Uhr oder später ins Bett.
Mittlerweile versuche ich bewusster mit meiner Zeit umzugehen. Job ist nicht alles. Es tut auch gut ab und zu egoistisch zu sein habe ich gemerkt. Einfach mal aufs Sofa und einen Film ansehen, mit Freunden ins Kino usw.
Es gibt wohl mehr Dinge im Leben als Job, Arbeit und co. Nur das herauszufinden dauert manchmal eine ganze Weile…
18/06/2010 @ 19:24
Schön das du einen Weg für dich gefunden hast die glückliche Momente für dich ganz alleine zu schaffen!
Das mache ich mittlerweile auch, denn es ist wichtig auch Zeit zur Regeneration zu finden und sich auch zu nehmen! Woher soll denn die Power auch herkommen oder?
18/06/2010 @ 08:57
Also ganz einfach gesagt: für mich bedeutet Glück “Innere Zufriedenheit”. ;)
Außerdem verschieben sich die Werte und Ziele im Laufe des Lebens in ganz andere Richtungen.
Ich war früher auch unheimlich ehrgeizig. Und eigentlich nie zufrieden. Wollte immer mehr erreichen. Sei es in der Arbeit oder auch im Privatleben, Reisen.…
Nun bin ich eigentlich zufrieden, so wie es ist. Meine Familie ist gesund, wir lieben uns, haben Arbeit und können uns in kleinen Schritten “Wünsche” erfüllen. ;)
Liebe Grüsse
18/06/2010 @ 19:27
“innere Zufriedenheit!” ist sehr wichtig! Denn Neid und sonstige negative Gefühle, machen einen schnell mürbe und unglücklich!
So ging es mir auch sehr lange! Gott sei Dank bin ich da irgendwann rausgekommen und habe für mich einen Weg gefunden, diese “innere Zufriedenheit” zu finden!
18/06/2010 @ 09:01
Das es so viele englischsprachige Autoren und so wenig deutsche gibt, kann doch nur für uns Deutsche sprechen. Vielleicht machen wir gar nicht soviel falsch, wie wir immer denken?!
Nein, Spaß beiseite! Aus dem Stehgreif fällt mir nur Eckhard Tolle(?!) ein. Der beschreibt aber eher das Leben im Jetzt. Ist vielleicht nicht ganz so das, wonach du suchst?!
18/06/2010 @ 19:28
Nein, ich denke die Deutschen befassen sich mit dem Thema einfach viel zu wenig! Weshalb wir wohl in Deutschland die höchste Rate an “Bourne out” Erkrankungen haben oder?
Ich kenne den Author jetzt nicht, aber das wird sich bald ändern, versprochen!
20/06/2010 @ 12:24
Lass die Zeit, wie gesagt, seine Bücher sind wirklich nicht die “Pflichtlektüre” in diesem Zusammenhang. Sie helfen nur einwenig das ewige Grübeln einzuschränken und so mehr im Hier und Jetzt zu leben und die kleinen Freuden zu genießen
LG
Anne
20/06/2010 @ 20:13
Ja, ja! Hast Recht. Ich habe im Moment zu dem Thema ziemlich viel Literatur zu dem Thema liegen und werde das zuerst durchlesen. Kennst du auch englischsprachige Autoren zu dem Thema, die du empfehlen kannst?
Lieben Gruß
Matthias
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28/06/2010 @ 16:27
Ich denke das Ziel ist zu lernen, das Glück nicht im Außen zu suchen, sondern in einem Selbst. Nichts anderes ist für unser Glück verantwortlich, wir sind von nichts externem abhängig, sondern nur von uns selbst. Wer nur glücklich ist, weil dieses oder jenes im Außen passiert, der macht sich abhängig von Dingen, die er nicht beeinflussen kann und mit der Zeit frustet das. Auch wenn das vermeintliche Ziel erreicht ist, das Glücksgefühl will sich nicht richtig einstellen…
28/06/2010 @ 19:49
Hallo Tanja,
da hast du Recht und außerdem muss man immer größere Dinge von außen bekommen, um das Glücksgefühl gleich zuhalten. Wobei dass das von innen kommt immer größer zu werden scheint!
Vielen Dank für diesen tollen Beitrag
29/06/2010 @ 00:08
Nein, Matthias, wie gesagt, ich habe es mal mit Deepak probiert, aber das war mir alles zu verworen. Ansonsten lese ich die genannten (omg, irgendwo habe ich sie hier bei dir kommentiert) Schriftsteller. Ihre Bücher haben viele autobiographische Züge.
@Tanja: Wie immer hast du so recht, da kann ich dir nur beipflichten. In Deutschland hatten wir die “Komplettausrüstung” der Statussymbole. Wir haben alles verkauft, als wir nach Australien gingen. Was übrig blieb war ein Bruchteil des eigentlichen Wertes in Geld und eine enorme Erleichterung im Leben.
Aber die ist ja auch bald wieder vorbei.
Wir haben uns auch hier nie wieder soviel angeschafft, wirklich nur die allernotwendigsten Dinge.
Das Schönste war jedoch das Leben ohne TV. Man hat soviel mehr Zeit für andere Dinge. Einen Fernseher haben wir uns nie wieder angeschafft, dafür schauen wir jetzt gelegentlich IP-TV. OK — im Augenblick wohl überdurchschnittlich viel, da wir die WM nicht verpassen wollen
30/06/2010 @ 21:36
Hallo Anne,
ohne Fernsehn! Wau! Habe ich auch schon mal überlegt, aber hier Nachrichten und alles, ja klar Internet, ich weiß nicht!
Aber eine Frage, wieso seit ihr nach Australien ausgewandert: Wunsch oder Berufung?
Und ja, genau dass ist es um was es geht! Dieser Konsum, der niemandem weiterhilft, sondern dir eigentlich nur Stress macht!
Aber ich werde versuchen darüber in den nächsten Tagen mal noch einen Artikel zu posten.
01/07/2010 @ 10:22
Ohne Fernsehn ist gar nicht so schlimm. Man gewöhnt sich daran, außerdem kannst du die australischen Nachrichten eh kicken. Sie berichten meist nur von Mord und Messerstechereien. Wenn die dann auch noch vor der eigenen Haustür abgehen, will man es gar nicht wissen.
Ich hab mal einen Artikel geschrieben, warum wir nach Australien sind (in erster Linie wegen der Karriere von Chris). Aber ich denke, viel wichtiger ist, warum wir hier geblieben sind:
Wir mögen das Land und die Leute. Die Mischkultur. Mit der Zeit habe ich mich sogar an die australische I-dont-care-Mentalität gewöhnt und sie lieben gelernt.
Und natürlich mag ich den suburban Lifestyle. Alle Großstädte sind in diese kleinen Villages unterteilt, wo oft noch jeder jeden kennt.
Alles in allem kann man sagen: Das Leben ist hier nicht leichter oder besser. Es ist anders!
01/07/2010 @ 22:39
Danke für diesen überaus netten Querschnitt und für die tolle Zusammenfassung!
“Es ist anders!”
Ich bin auch jemand mit Fernweh, gut wenn ich dann weg wäre hätte ich natürlich Heimweh!
Ihr seht wie man es macht ist es verkehrt! Aber dann habt ihr in Australien mittlerweile fast die gleichen Nachrichten, wie wir hier in Deutschland! (Wieder ein Artikel!
)
02/07/2010 @ 00:38
Ist es in Deutschland auch schon so schlimm mit den Nachrichten? OMG!, die Welt geht zu Grunde
Wie sagte mal ein Journalist, es geht nicht darum die Menschen allumfassend zu informieren, sondern ihnen das zu geben, was sie hören wollen, sprich, was sich gut verkauft…
Ehrlich?! Ich würde gern einmal was anderes als Mord und Totschlag sehen. Warum nicht auch mal etwas Schöngeistiges und Hintergründe über die Politik?! Ist dieser Wunsch so abartig?!
@“wieder ein Artikel” .. du weißt, dass mein größter Fehler, die Ungeduld ist
02/07/2010 @ 16:26
Ja, leider! Eine Nachricht, schlechter als die nächste. Irgendwann machst du einfach nur noch frustriert den Fernseher aus, denn es macht dich depressiv was alles schiefläuft!
Da hat der Journalist leider Recht behalten!
29/06/2010 @ 07:22
@Matthias und Anne: Ich habe mir zu Weihnachten von meinem Schatz den Kalender “365 Tage einfach glücklich sein” von Pierre Franckh schenken lassen. Der steht auf meinem Schreibtisch und jeden Tag gibt es einen anderen Spruch. Wenn ihr den irgendwo findet, kann ich ihn nur empfehlen (ISBN 978–3-7607–4411-7). Heute steht da: Ich bin glücklich und dankbar für die Wunder in meinem Leben
Schriftsteller: Ich bin da wohl etwas heftiger unterwegs
Zu meinen aktuellen Lieblingen gehören Pierre Franckh sowie Esther & Jerry Hicks. Von Rüdiger Schache fand ich “Der geheime Plan Ihres Lebens” sehr gut und ein Klassiker ist “Die Reise nach Hause” von Kryon.
Gerade im deutschsprachigen Raum gibt es ziemlich viel an Lektüre in dieser Richtung, wobei 90% davon im spirituellen/esoterischen Bereich zu finden ist.
Als ich nach meinem BurnOut über ein Jahr nicht mehr laufen konnte habe ich mich einige Jahre sehr extrem in dieser Szene rumgetrieben, alles gelesen was mir unter die Finger kam und das was mich ansprach nach und nach in mein Leben umgesetzt. Es dürfte jetzt zwar etwas übertrieben sein, aber das waren “hunderte” von Büchern die ich verschlungen habe und da war auch richtig abgehobenes dabei
Aber egal wie man den Weg findet, was man tut oder woran man glaubt, wichtig sind nur ein paar Dinge: Dass man lernt zu sich selbst zu finden, mit sich und seinem Leben ins Reine kommt, Verantwortung für sich und sein Leben übernimmt, Selbstliebe lernt, Toleranz sich und anderen gegenüber etc. Unterm Strich lässt es sich mit einem ganz kurzen Satz zusammenfassen: “Der Schlüssel liegt in einem selbst”.
30/06/2010 @ 21:37
Amen, Tanja!
Sorry, mehr gibt es dazu einfach nicht zu sagen! Vielen Dank!
- “Der Schlüssel liegt in einem selbst!”
01/07/2010 @ 00:12
Du wirst lachen, den Spruch “Der Schlüssel liegt in Dir” habe ich vor Jahren ständig wie eine imaginäre Stimme gehört. Ich wollte schon zum Arzt, hatte doch Angst der würde mich einweisen :-( damals konnte ich damit nicht viel anfangen und habe echt lange rum gerätselt und gesucht was das nun soll..
Heute denke ich, dass es keinen passenderen Spruch gibt, nichts, dass es mehr auf den Punkt bringt
01/07/2010 @ 22:31
Ja, aber es ist schwierig sich selbst zuzuhören und noch schwieriger sich mit selbst auseinander zu setzen?
02/07/2010 @ 07:01
Definitiv ist das ziemlich schwierig. Ich habe zur Aufarbeitung sehr viel aufgeschrieben. Also im Prinzip alles von der Seele schreiben, statt es jemanden zur erzählen. Und Papier ist ja extrem geduldig und am Ende kann man auch ein Ritual draus machen und es z.B. in einem Topf verbrennen und so das ganze Zeug “entlassen”
02/07/2010 @ 13:28
Habe ich auch schon mal drüber nachgedacht! Sogar über ein Buch, vielleicht könnte aus meinem Erfahrungen und Fehlern andere lernen?
Oh Mann, seitdem ich als kleiner Junge mit dem Feuerzeug meiner Mutter im Wohnzimmer rumgespielt habe, darf ich doch nichts mehr verbrennen! Manno!
01/07/2010 @ 10:05
OMG Tanja, nicht wirklich! Vermutlich hat dich dein Unterbewußtsein stoppen oder warnen wollen?! Versteh aber, dass du damit nicht zum Arzt gehen wolltest. Wenn du dem Falschen erzählt hättest, dass du Stimmen hörst, wärst du wohl wirklich eingewiesen worden.
Hast du später mal nach dem BurnOut mit deinem Psychotherapeuten darüber gesprochen? Konnten sie dir die Situation erklären?!
01/07/2010 @ 20:08
Nach dem BurnOut war ich mein einziger Therapeuth. Ich hatte vorher mal einen, aber das hat mich nicht wirklich überzeugt.
Für einen BurnOut bin ich immer leicht anfällig, denn ich bin einfach auch ein Workaholic. Versuche mich immer mal wieder am Riemen zu reißen, aber da kämpfen unterschiedliche Kräfte und meine Vernunft gewinnt nicht oft. Ich bein einfach auch Leidenschaftlich wenn mir was Spaß macht
02/07/2010 @ 00:28
Hey Tanja
oh ja, Vernuft und Leidenschaft, da könnte man Roman drüber schreiben. Aber wenn du mich fragst, sind mir leidenschaftliche Menschen mit ihren Macken lieber, als die ganz vernüftigen, die sich keine Fehler anmerken lassen. Leidenschaftliche Personen ziehen soviel positive Energie aus den Dingen, die sie lieben, dass sie ihre Leidenschaft und Liebe sogar auf das Umfeld übertragen.
Schau dich an, du liebst Coding und Blogging und du kannst uns mit deiner Passion für WP immer wieder begeistern und Neues lernen. Stell dir mal vor, du würdest nur ganz still und stur deine Codes hinzimmern und dich nach getaner Arbeit zurücklehnen. Es gäbe bestimmt viele Blogger, die dann ein weitaus geringeres Verständnis für WordPress hätten. Ich z.B. hab schon einiges von Dir gelernt.
Liebe Grüße
Anne
02/07/2010 @ 13:25
Danke, das ehrt mich, dass du mich als Lehrer siehst! Und ja du hast Recht, Leidenschaft kann auch eine tolle Sache sein!
Man darf sich nur nicht ausschließlich von der Leidenschaft führen lassen, oder?
01/07/2010 @ 22:35
Ja, aber einer Leidenschaft nachzugehen, auch intensiv, ist noch kein Burnout! Darf ich fragen, wie es sich äußert?
02/07/2010 @ 07:09
@Matthias: Burnout habe ich auch keinen mehr, aber damals hatte ich einen heftigen, der sich über die Gesundheit geäußert hat. Ging über viele Monate, immer wieder was kleines, dann wurde es größer (Ruhepuls von 120) und am Ende bekam ich dann eine Entzündung im Rücken, die mich über 1 Jahr komplett ausknockte (konnte fast 1 Jahr nicht mehr laufen).
Das ist der Fall, wenn man einfach kein Ende mehr findet, die Leidenschaft zur Obsession wird, man kein Ende mehr findet und es sogar noch Spaß macht.
@Anne: Es sind ja noch andere Punkte wie z.B. Existenzängste die dazu kommen und nullkommanix ist man wieder in einem Hamsterrad gefangen.
Aber trotzdem muss ich mich auch wenn es mir gut geht immer wieder am Riemen reißen. Ich sitze vom Aufstehen (zwischen 5 und 7) bis zum Abendessen (20 Uhr) am Computer. Das ist eindeutig zu viel :-(
03/07/2010 @ 08:35
@Tanja: Oh Mann, das ist hart! Ich habe eine Arbeitskollegin, die war jetzt 6 Monate weg, auch wegen BurnOut. Damit ist echt nicht zu spasen! Ja, der Übergang zwischen Obsession und Leidenschaft ist fast fließend, oder?
Lieben Gruß
Matthias
03/07/2010 @ 09:14
Irgendwann wird er fließend
03/07/2010 @ 10:14
Pass bitte auf, mehr Leidenschaft und weniger Obesession, okay?
03/07/2010 @ 08:45
Mir ging es vor 1 1/2 Jahren ziemlich ähnlich. In der Selbstständigkeit zwischen 14 und 16 Stunden täglich gearbeitet und nach 6 Jahren war dann Schluss. Totaler Burnout. Den Job hab ich nicht mehr und ich konnte mich bis jetzt nicht aufraffen wieder vernünftig arbeiten zu gehen. Damals habe ich dann mit dem Bloggen angefangen. Es hat mir damals Freude bereitet und das tut es immer noch. Dank Tradinx.de kann ich auch recht vernünftig davon Leben.
Soll das alles gewesen sein? Ist eine gute Frage. Ich denke es kommt noch eine ganze Menge. Wie das aber aussieht lasse ich auf mich zukommen.
Man wird sehen.
03/07/2010 @ 09:14
@Sascha: Erzähl bzw. erklär mir doch mal genauer das mit tradinx. Würd mich echt interessieren, gerne per email, denn das sprengt hier mit Sicherheit den Rahmen. Meine eMail Adresse müsstest Du ja haben…
Die 6 Jahre habe auch voll. Ich hatte mich Anfang 2004 selbständig gemacht. Ärgerlich ist, dass es mir den ganzen offline Freundeskreis zerhagelt hat, ich hatte ja nie Zeit. Und wenn man sich dann mal Zeit nimmt, dann weiß man nicht mehr was man mit sich oder überhaupt anfangen sollte.
03/07/2010 @ 10:16
@Tanja: Dafür hast du doch jetzt einen ganz schönen OnlinefreundeskreiS. Gut das mit dem Knuddeln fällt weg, aber sonst?
03/07/2010 @ 10:19
Hallo Sascha,
ich finde das immer traurig zu hören, wieviele von Burnout betroffen sind und das die Gesesllschaft, bzw. Arbeitgeber darauf nicht besser vorbereitet sind?
Und mit Tradinx, ich komme aus dem Bankensenktor. Allerdings muss ich dir gestehen, habe ich schon den einen oder anderen Anlagetipp für deine Leser parat. Nichts großartiges!
Wenn du mal Lust und ich mal wieder Zeit habe, können wir ja mal darüber reden, z.B. Gastartikel?
Kannst dich ja melden!
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