Stress und Fehler beim Updaten von WordPress im Vorhinein verhindern

In den letzen Wochen waren bei WordPress mehrere Updates fällig. Unter den Bloggern gab es geteilte Meinungen, wie die Installation verlaufen ist. Von „ohne Probleme“ bis „Ich schmeiße alles hin!“ waren alle Meinungen vertreten. In diesem Artikel möchte ich kurz erläutern, wie ich es berwerkstellige solchen Enttäuschungen schon im Vorhinein zu entgehen.

Zu aller erst möchte ich klarstellen, dass es leicht ist, sich im Nachhinein hinzustellen und einen solchen Artikel zu schreiben, wenn alles ohne Probleme funktioniert hat! Auch ich habe auch einige Lehrjahre hinter mir.

Mit dem Bloggen an sich habe ich bereits vor 5 Jahren begonnen. Damals bin ich mit PHPKIT gestartet. Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, ob es dieses CMS überhaupt noch gibt?

Auf jeden Fall bin ich nach 4 Jahren zu WordPress, meinem heutigen Blogsystem gewechselt. Vier Jahre harte Arbeit, vom Customizing bis zum CSS programmieren, und viel Zeit ist in diesen Blog geflossen. Viele Enttäuschungen habe ich erlebt, bei den Sicherheitsupdates oder selbst gemachten Änderungen, die mir den Blog zerschossen haben. Frust und Enttäuschungen waren die Folge.

Um diesem Dilema zu umgehen, habe ich mir schon damals angewöhnt, einen „künstliche“ Seite aufzubauen auf einem lokalen Server auf meinem PC. Hier konnte ich dann alle möglichen Einstellungen testen, ohne mir das Live-System zu beschädigen oder Updates fahren, ohne das Risiko eingehen zu müssen, die Änderungen am System nicht voraussehen zu können.

Das System, bzw. den Server, den ich dafür lokal benutze, nennt sich XAMPP. Ein kostenfreies und leicht zu konfigurierendes System, dass ihr hier findet.

Wirklich lieben gelernt, habe ich diese Sicherheitskopie, als mir damals ein Hacker meine „alte“ Seite gehackt hatte (PHPKIT wurde nicht mehr supported weil die Bauer in alle Winde verstreut waren) und mir meine Seite einfach mutwillig zerstört hat und wichtige Datenbankeinträge gelöscht, so dass nur noch „Müll“ kam.

Ende vom Lied war, wie ihr heute seht, habe ich mich für eine neues System entschieden und bin damit mehr als zufrieden.

Ich möchte hier ein paar Links angeben, die vielleicht dem einen oder anderen helfen können dieses Sicherheitssystem aufzubauen:

  1. WordPress auf Xampp installieren
  2. 1 zu 1 Kopie einer laufenden Seite auf XAMPP erstellen

Lest euch diese zwei Links einfach mal durch. Ich schätze der Zeitaufwand, um die Kopie zu realisieren, liegt bei ca. einer halben Stunden. Ich finde der Aufwand rentiert sich. Keinen Ärger mehr, man kann sich die Fehler in Ruhe anschauen und bearbeiten. Aber auch die Kompatibilität der unterschiedlichsten Plugins kann so im Vorhinein getestet werden.

Solltest du Anregungen zu dem Artikel haben, würde ich mich freuen in den Kommentaren darüber zu lesen.

Ich möchte an dieser Stelle noch einen persönlichen Gruß loswerden, der mir sehr wichtig ist: @RIO: Ich weiß, dass es nicht immer einfach ist, aber ich verspreche dir, wenn du diesen ganzen Probleme mit WordPress, hinter dir lässt und mal wieder durchatmen kannst, wirst du sehen, dass dir das Bloggen und das Kommunizieren mit deinen Freunden, genauso viel Kraft gibt wie mir! Und Kraft braucht jeder von uns! Also bitte, Rio, hör nicht auf! Ich verspreche dir, wir alle werden dich nach besten Kräften unterstützen!

18 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Einen wunderschönen Guten Morgen

    Nein, ich werde nicht aufhören. Ich werde mindestens so lange weitermachen, bis ich in einem Artikel schreiben kann, dass meine Waage 80 Kilo anzeigt wenn ich draufsteige ;-)

    Zu den WP Probs, es gibt noch soein paar Kleinigkeiten, die im Adminbereich nicht funktioniren, mit denen ich aber leben kann. Von daher schauts endlich wieder einigermaßen gut aus :-)

    DANKE

  2. Das stimmt, möchte die online-kontakte auch nicht mehr missen.

    Ich bin zu einem testsystem allerding einfach zu faul.

    ich operiere immer am offenen herzen, da musst dann auch schonmal die sicherungskopie ran und es gibt immer mal wieder fehler..

  3. wirklich ein genialer Ansatz. Jedoch ist auch bei mir das problem mit der Zeit. Ich komm ja kaum noch zum Bloggen und/oder Kommentieren.

    Mit dem wp2.8.2-Update warte ich noch, bis die deutsche Version verfügbar ist. Überhaupt: Ich bin niemals schlecht damit gefahren, erst mal auf die deutschen Versionen zu warten und nicht voller Gier auf aktuelle Updates zu stürzen ;-)

  4. @ Matthias: Jau, ich bin da auch erstens zu faul zu und zweitens habe ich auch schon schlechte Erfahrungen mit Testsystemen. Manchmal verhält sich ein Testsystem doch anders als ein Produktivsystem.

  5. @ plerzelwupp: Die deutsche Version ist schon am Nachmittag des Erscheinens der 2.8.2 verfügbar gewesen ;-)

  6. Ich benutze XAMPP schon lange. Schon bevor ich WP genutzt habe, ich mache es aber auch in vielen fällen so, das ich es erst lokal teste somit erspare ich mir viel ärger. Danke das du anderen mal die möglichkeit gezeigt hast.

    grüße Duergy

  7. Hallo zusammen,

    @Rio: Du glaubst gar nicht wie erleichtert ich darüber bin, dass zu hören. Ohne dich würde echt was fehlen. Und als ich das dieser Tage von dir gelesen habe, konnte ich es echt nachvollziehen. Ist mir auch schon öfters als einmal so ergannen. Aber echt toll, dass du dich da nicht unterkriegen läßt! Weiter so!
    Zum Thema Testsystem, ja du hast recht. Wenn du wie mir auch schon passiert, aus Versehen, etwas, dass du „nur“ zu Testzwecken installiert hattest, und es aus Versehen mit auf das Produktivsystem rüberschiebst, kann das zusätzlichen Arbeitsaufwand und eine große Fehlerquelle nach sich ziehen!

    @Matthias: Ah ein Chirug! Du bist da echt mutiger wie ich. Sorry, da arbeite ich lieber mit einem Testsystem! Ja, sag nur ich sei ein Angsthase, aber ich habe einfach zu viele schlechte Erfahrungen gemacht. ;-)

    @plerzelwupp: Ja, ja. Das kenne ich. Wieso glaubst du kommen meine Artikel immer morgens? Den Rest vom Tag habe ich kaum Zeit dafür. Und auch mit den deutschen Updates, da warte ich zwangsweise drauf, wie im aktuellen Fall! Ich habe erst wieder am WE für so eine Aktion Zeit! ;-)

    @Duergy: Herzlich Willkommen auf meiner Seite! Super, dass ich hier nicht der einzige Angsthase bin, neben den ganzen „offenen Herz“ – Chirugen hier! ;-) . Nein, ich finde es vor allem für Neuankömmlinge wichtig, die sich erst seit kurzem mit dem System auseinandersetzen und noch nicht soviel Erfahrungen haben, wie die hier vertretenen „alten Hasen“. Hätte mir das jemand am Anfang meiner Blogger Karriere mal gesagt, hätte ich mir einfach viel Ärger sparen können.

    Und das war auch die Aussage, die ich hier tätigen wollte.

    Danke für eure Kommentare!

    Schönen Tag noch!

    Gruß

    Matthias

  8. @Rio
    Mein Blick fiel ständig auf dei automatische Update-Funktion von WordPress. Erst am gestrigen Mittwoch stand bei mir das automatische (deutsche) Update bereit. Das lief dann (nach Deaktivierung der Plugins) problemlos. Kann ich mich denn so täuschen ;-) ?

  9. @ Matthias: Ich werde vielleicht in den nächsten 253 Jahren nicht mehr updaten, aber ich bleib dabei lach Dank dir :-)

    @ plerzelwupp: Ich hab die DE Version schon am Nachmittag des Erscheinungstages von WP.org downloaden können

  10. @Rio
    Ja, aber ich bin ja bekennender Faulenzer und warte, bis das „Auto-Update“ zur Verfügung steht. Ganz ehrlich: Normaerweise hab ich die Sachen gerne selbst im Griff. Bei WordPress mach ich da eine Ausnahme, da die Auto-Updates wirklich problemlos funktionierten und ich mir keine 5 Beine rausreißen muss.
    Auch die Plugins installiere ich in letzter Zeit über die Funktion im WP-Frontend: „Plugins/Add new“, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass es tatsächlich sehr gut funktioniert. Früher hab ich die auf den Rechner geladen, entpackt und per ftp in den Plugin-Ordner. Das entfällt nun auch.

    Ich verstehe natürlich auch die Gegenseite, weil ich selbst so denke. Doch in letzter Zeit bin ich über den eigenen Schatten gesprungen und nutze die Automatismen.

  11. @ plerzelwupp: Ok, das ist ein Grund gg

    Bei mir ist es umgekehrt. Ich hab die Updates auch immer per Autoupdate gemacht, bis ich mir damals damit das Blog zum ersten mal zerschossen hab. Seitdem nurnoch per FTP, was ja nun auch schon zweimal in die Hose ging. Das führte letztendlich dazu, dass ich vorerst und ganz lange keine Updates mehr machen werde.

    Plugins lade ich aber meistens auch übers Frontend.

  12. Xampp nutze ich auch, nur vergesse ich immer mal wieder, alle Plugins, die ich beim Testen genutzt habe, schließlich auch online zu schicken. Was das heißt, wenn der entsprechende Code dazu online geht, könnt Ihr Euch ja sicherlich vorstellen – nämlich einen dicken fetten parser error! ;-)

  13. Übrigens auto-updates funktionieren bei mir sowieso nicht, warum weiß ich nicht, daher kann ich nur oben beschriebenen Weg gehen. Allerdings muss ich sagen, auch wenn er vielleicht sicherer, schreit aber meine Bequemlichkeit förmlich nach auto-updates.

  14. Hallo Anne,

    bekommst du bei dem Auto-Update einen Fehler? Wenn welchen?

    Mit den Plugins Testen und dann nicht aufspielen auf den Webspace, das kenne ich! Gewohnheitssache. Ich teste mittlerweile genau 1 Plugin. Wenn es funktioniert und gefällt, dann übertrage ich es auf meinen Blog! Wenn nicht fliegt es sofort wieder bei XAMPP runter!

    Sorry dass ich hier keine bequemere Lösung für dich habe!

    Gruß

    Matthias

  15. Wäre schön, wenn ein Fehler angezeigt werden würde, es sagt aber nur, dass die Installation schiefgelaufen ist. Sehr hilfreich!

  16. Glaube ich dir, aber ich persönlich habe das Gefühl, dass es mit dem direkten Download mit PHPMYAdmin viel schneller geht, als mit dem Backup Tool. Rein Subjektiv, aber wenn es so funktioniert. Never change a running system! ;-)

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